International

Kanada schließt mit der Ukraine ein Drohnenabkommen

Auf kanadischem Boden wird ein kanadisch-ukrainisches Rüstungsunternehmen künftig Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte produzieren. Dies gab das kanadische Verteidigungsministerium auf seiner Homepage am Freitag bekannt.
Kanada schließt mit der Ukraine ein Drohnenabkommen© urheberrechtlich geschützt

Anlässlich der diesjährigen CANSEC, Kanadas führender Rüstungsmesse, die am 27. und 28. Mai in der kanadischen Hauptstadt Ottawa stattfand, schlossen die Ukraine und das Gastgeberland ein Abkommen hinsichtlich einer gemeinsamen Drohnenproduktion. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte das kanadische Verteidigungsministerium am 29. Mai auf seiner Internetpräsenz. Die in Ottawa erzielte Vereinbarung diene "zur Unterstützung der Produktion ukrainischer unbemannter Luftfahrtsysteme in Kanada", hieß es dort.

Das Abkommen beinhaltet demnach eine Zusammenarbeit zwischen Sentinel Research and Development, einem kanadischen Hersteller unbemannter Flugsysteme, und Airlogix, einem ukrainischen Rüstungsunternehmen. Die gemeinsame Unternehmung soll den Namen Airlogix-Sentinel erhalten und "ukrainische Drohnensysteme in Kanada für die ukrainischen Streitkräfte" fertigen.

Zuvor war Airlogix auf der Münchner Sicherheitskonferenz bereits mit dem in München ansässigen Spezialisten für Drohnensoftware Auterion ein Joint Venture eingegangen. Die Gründung der Auterion Airlogix Joint Venture GmbH erfolgte mit der Unterstützung der deutschen und der ukrainischen Regierung.

Wie das kanadische Verteidigungsministerium mitteilte, beruht das Abkommen zur gemeinsamen Drohnenproduktion auf Vereinbarungen, die Premierminister Mark Carney und Verteidigungsminister David McGuinty mit der ukrainischen Seite getroffen hatten. Damit solle "die Lieferung wichtiger Ausrüstung an die Ukraine beschleunigt und gleichzeitig die Verteidigungsindustrie Kanadas gestärkt" werden. Der Fokus liege dabei auf der Investition in Drohnen, Drohnenabwehrsysteme und elektronische Kriegsführung.

Kanada und die Ukraine hatten am 24. Februar 2024 ein sicherheitspolitisches Abkommen abgeschlossen, das durch eine Absichtserklärung anlässlich eines Kiew-Besuchs Carneys im August 2025 konkretisiert wurde. Bereits damals war von einer gemeinsamen Produktion von Rüstungsgütern in beiden Ländern die Rede gewesen. Damit war Kanada das erste nicht-europäische Land, das seine Sicherheitszusagen gegenüber dem Selenskij-Regime formalisierte. Die Finanzierung der Rüstungskooperation soll durch Ottawa erfolgen.

Wie die kanadische Regierung bekannt gab, hat Kanada der Ukraine seit Februar 2022 Hilfen von insgesamt mehr als 25,5 Milliarden Dollar zugesagt. Davon sind 8,5 Milliarden für Militärhilfe eingeplant. Im Rahmen der Operation UNIFIER trainiert das kanadische Militär ukrainische Soldaten. Diese seit 2015 laufende Operation verlängerte das kanadische Verteidigungsministerium im Februar 2026 um drei weitere Jahre bis 2029. Insgesamt wird die kanadische Militärhilfe für Kiew im Haushaltsjahr 2026/27 rund zwei Milliarden Dollar betragen.

Mehr zum Thema - Kanada: Fortschritte bei Abspaltungstendenzen in der Provinz Alberta

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.